Anleitung: In 6,66 Schritten TOP-AKTIEN finden | einfach & schnell

Jan 14, 2019 | Höllenpresse, teuflische Börsengedanken | 2 Kommentare

Liebe Finanzmenschen,

heute erhaltet ihr von mir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um teuflisch gute Top Aktien zu finden! Mein Ratgeber hilft dir, ein langfristiges und nachhaltiges Depot zusammenzustellen.

Schau dir diesen Beitrag als Video an:

1. Vergiss alles, was du über Aktien weißt

»Sell in May and go away.«

Das ist eine sehr bekannte Börsenweisheit. Sehen wir uns die Taktik im Deutschen Aktienindex (DAX) an. Die Strategie hätte 2018 wunderbar geklappt!

Börsenweisheit Sell in May

Allerdings können sich Weisheiten jederzeit widersprechen, wie es das nächste Zitat zeigt.

»The Trend is your friend.«

Laut diesem Sprüchlein hätten wir im Mai zuschlagen können.

Top Aktien Timing

In der jährlichen Ansicht sehen wir einen positiven Trend. Doch das obere Zitat sagt uns, dass wir aussteigen sollen. Wir stecken in einer Zwickmühle. In unseren Köpfen rumort ein verwirrender Aktiensalat. Beide Strategien überschneiden sich.

Daher solltest du alles vergessen, was du über Aktien weißt. Ansonsten vermischt du zwei Anlagetaktiken, die gar nicht zusammenpassen.

Viele Anleger arbeiten mit fehlerhaften Strategien. In der Schule war es ähnlich: Erinnerst du dich noch an deine Mathestunden? Es gab Formeln, die gingen dir nicht in den Kopf. Es kam immer das falsche Ergebnis heraus. Dabei hattest du die Gleichung nur falsch abgeschrieben!

Für Aktien heißt das: Drücke den geistigen Reset-Knopf und erstelle eine komplett neue Anlagestrategie.

 

2. Lege den Anlagehorizont fest

Viele Anleger möchten schnell reich werden. Lass dich nicht von solchen sündigen Gedanken verführen! Normale Sparer treffen mit einer langfristigen Strategie die klügere Wahl.

Das Risiko nimmt bei langfristigen Zeiträumen ab.

Risikoentwicklung und Anlagedauer

Dieser Effekt wird am Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts (DAI) deutlich. Ich habe euch das Dreieck für monatliche Sparpläne herausgesucht. Ab einer Anlagedauer von 12 Jahren gab es in den letzten 50 Jahren IMMER eine positive Rendite!

Renditedreieck monatliche SparpläneKurzfristige Taktiken sind schwerer umzusetzen. Sie erfordern deutlich mehr Knowhow und zehren stark an deinen Nerven. Du solltest nur dann kurzfristig handeln, wenn du bereit bist, dich intensiv in den Börsenhandel einzulesen.

Häufig wird der psychologische Effekt unterschätzt.

Beispiel: Stell dir vor, du kaufst 13 Aktien für ein Jahr. Ein Börsencrash treibt sie alle in die blutroten Zahlen. Du musst mit hohen Verlusten verkaufen, zusätzlich kommen die Ordergebühren hinzu. Bei 13 Aktien können es pro Transaktion jeweils 10 Euro sein, unter dem Strich sind das 260 Euro (130 Euro Kauf, 130 Euro Verkauf).

 Ich frage dich: Könntest du diesen Verlust einfach so wegstecken?

Wer langfristig investiert, kann einen Börsencrash aussitzen. Langfristig bedeutet, mindestens 10 Jahre nicht zu verkaufen.

 

3. Bestimme das Risikoprofil

Viele Anleger vergessen, dass Aktien auch fallen können. Wer langfristig in Qualitätsaktien investiert, sollte tendenziell einen Gewinn einfahren. In der Zwischenzeit kann das Depot in die roten Zahlen rutschen.

Ich habe dir ein Schaubild mit gängigen Anlageklassen erstellt.

Risikoklassen für Top Aktien

Du kannst die Risikostufe auf einen Blick ablesen. Es ist wichtig, dass du deine Risikostufe niemals übersteigst. Ansonsten verkaufst du womöglich eine Geldanlage vorzeitig, da sie dich psychologisch zu stark belastet. Jeder Anleger muss eigene Top Aktien finden.

Hier findest du weitere Infos zu den einzelnen Anlageklassen.

  • Konservativ: Am wenigsten spekulativ sind Anlageformen wie Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld. Vom Sparbuch rate ich wegen der extrem niedrigen Verzinsung ab.
  • Defensiv: Staats- oder Unternehmensanleihen sind ein bisschen spekulativer, aber ebenfalls als sicher einzustufen.
  • Neutral: Investmentfonds und Aktien großer Unternehmen bieten die Chance auf höhere Erträge, dafür steigt das Risiko an.
  • Spekulativ: Macht dir ein Totalverlust nichts aus, kannst du zu 100 % auf Aktien setzen. Mit dieser Strategie sind die höchsten Gewinne, aber auch die höchsten Verluste möglich.

 

4. Stelle eine Liste an Aktien zusammen

Jeder Anleger definiert seine Top Aktien anders. Für Warren Buffett sind es Qualitätsaktien zu einem angemessenen Preis.

Warren Buffett »Whether we’re talking about socks or stocks, I like buying quality merchandise when it is marked down.«

 Unser Buffett ist ein echter Schnäppchenjäger! Er setzt auf qualitative Unternehmen mit rosigen Zukunftsaussichten. Er bezeichnet sie als Burggrabenaktien. Für manche Anleger gelten Dividenden-Aristokraten als erste Wahl. Solche Firmen haben ihre Dividende in den letzten 25 Jahren konstant erhöht. Beide Strategien sind eher konservativ und langfristig ausgerichtet.

Du kannst aber auch kurzfristig spekulieren. Eine Aktie befindet sich im Aufwärtstrend und du glaubst, der positive Trend setzt sich fort. Die Strategie hätte bei Amazon bis vor kurzem wunderbar geklappt.

Amazon langer AufwärtstrendIch habe dir hier nur grob 3 einfache Strategien vorgestellt. Natürlich gibt es viele weitere Anlagetaktiken, die ich in künftigen Artikeln vorstelle. Es lohnt sich, meinen teuflische Blog zu verfolgen!

Nun weißt du grob, nach welchen Aktien du suchst. Ich kann dir folgende Recherchequellen empfehlen:

 

5. Wähle Branchen und Länder aus

Wir haben einen Korb an Aktien.

Korb an Top Aktien

Nun musst du die Perlen herauspicken. Generell würde ich nicht alles auf eine Karte setzen. Ein Land kann wirtschaftlich bergab gehen, was den gesamten Aktienmarkt belastet.

Hier siehst du deutsche und US-amerikanische Banken im Vergleich.

Banken Vergleich

Hättest du seit der Finanzkrise nur in deutsche Banken investiert, würde dein Depot blutrote Tränen weinen. Bei US-Banken hingegen wird eine wilde Börsenparty gefeiert.

Im Schnitt haben US-Werte in diesem Zeitraum besser als deutsche Aktien abgeschnitten. Das erkennen wir, indem wir wichtige Indizes beider Länder vergleichen.

DAX Vergleich

Unser DAX schneidet klar schlechter als Dow Jones, S&P 500 oder NASDAQ ab.

Im Vorfeld ist der Aktienmarkt schwer einzuschätzen. Daher würde ich mein Depot auf mehrere Branchen und Länder streuen. So bist du finanziell breit aufgestellt. Die anderen Aktien können einen unerwarteten Tiefflieger auffangen.

 

6. Check die Kennzahlen

Es gibt zahlreiche Kennzahlen. Eine wirkt komplizierter als die andere. Wer nicht gerade BWL studiert hat, tut sich mit der Fundamentalanalyse schwer.

Ich möchte dir ein einfaches Analysekonzept präsentieren:

  • 1) Dividende: Hier unterscheiden wir zwischen Dividendenaktien und Wachstumswerten. In der Regel schütten Wachstumswerte nur eine geringe oder gar keine Dividende aus. Es sind höhere Kursgewinne möglich, dafür fällt das Risiko höher aus. Bevorzugst du stabile Dividendenaktien, sollten die Ausschüttungen bei 3-6 % liegen. Du kannst die Dividende reinvestieren, um deine Rendite zu erhöhen. Je höher das Risiko, desto mehr Wachstumsaktien kannst du ins Depot legen.
  • 2) Kurs-Gewinn-Verhältnis: Das KGV sagt aus, nach wie vielen Jahren der Gewinn den Aktienpreis abbezahlt hat. Ein KGV von 10 bedeutet, dass es 10 Jahre dauert. Viele Anleger machen den Fehler und vergleichen willkürliche Aktien miteinander. Du musst für den Vergleich direkte Konkurrenten aus der Branche heranziehen.

Hier siehst du einen Vergleich deutscher Autoaktien.

Autoaktien KGV

Die Aktien mit dem niedrigsten KGV gelten als besonders preiswert und sind daher als Geldanlage interessant. Aber beachte: Bei Technologiewerten oder Wachstumsaktien ist ein KGV von weit über 100 keine Seltenheit. Hier würde ich das KGV komplett ignorieren.

  • 3) Umsatzentwicklung: Besonders wichtig sind die Zukunftsaussichten. Allgemein sind wachsende Firmen bei Anlegern heiß begehrt. Daher stellen solche Firmen eine interessante Kapitalanlage dar.

Als Beispiel habe ich dir die positive Umsatzentwicklung von Amazon herausgesucht.

Umsatzentwicklung Amazon

  • 4) Eigenkapitalrendite: Das ist der Reingewinn in Prozent vom Eigenkapital. Einfach gesagt: Die Firma besitzt Vermögensgegenstände für 20 Milliarden Euro. Im Gegenzug beläuft sich der Schuldenberg auf 6 Milliarden Euro. Somit liegt die Eigenkapitalrendite bei 30 Prozent. Ein Wert von 20 % oder höher gilt als sehr sicher. Bei Wachstumsaktien sind auch niedrigere Werte wie 5 % in Ordnung.

Streiche alle Aktien, die deine Kriterien nicht erfüllen.

 

6,66. Führe eine Chartanalyse durch

Für die Chartanalyse würde ich Guidants nutzen. Das kostenlose Programm bietet einen professionellen Funktionsumfang. Und nein, ich werde leider nicht für diese Aussage bezahlt. Ich bin tatsächlich von diesem Tool überzeugt.

Die Chartanalyse bietet unendliche Optionen.

Keine Sorge, ich möchte dir ein einfaches Analysemodell vorstellen:

Zuerst stellst du auf sogenannte Kerzen um. Du kennst wahrscheinlich den klassischen Linienchart vom Fernsehen. Wenn du als Hintergrund die Börse siehst, erscheint eine Linie. Professionelle Händler arbeiten aber mit Kerzen, da sich die Bewegungen besser ablesen lassen.

Linienchart oder KerzenchartDanach wählst du als Zeitintervall einen Tag aus.

Chart Tagesintervall einstellen

Das bedeutet: Jeder Abschnitt entspricht genau einem Tag.

Nun fängt die eigentliche Analyse an. Du fügst die berühmte 200-Tage-Linie ein.

Definition 200 Tage Linie

Notiert der Kurs über dieser Linie, ist das ein positives Zeichen. Das spricht für steigende Kurse. Unter dieser Linie kann es weiter bergab gehen.

Zeichnen wir die wichtigsten Trendlinien ein.

Trendlinien erkennen

Hierfür schauen wir uns den Kursverlauf an. Geht es eher nach oben oder nach unten?
Kommen wir nun zu den Unterstützungen und Widerständen. Das sind Punkte, an denen der Kurs in der Vergangenheit heftige Reaktionen gezeigt hat. Am einfachsten sind Linien zu erkennen, die mindestens zweimal getestet wurden.

Unterstützungen und Widerstände

Du kannst auch komplett auf die Chartanalyse verzichten. Manche Anleger setzen nur auf die Fundamentalanalyse. Ich beurteile die Relevanz von Charts mit diesen Faustformeln:

  • Möchtest du 10 Jahre oder kürzer investieren, würde ich den Chart stärker berücksichtigen.
  • Kurzfristige Trades von wenigen Monaten können auch nur auf der Chartanalyse beruhen.
  • Bei längeren Zeiträumen wie 15, 20 oder 25 Jahren fokussiere ich mich auf fundamentale Kriterien.

deine Aktientipps

Nun bist du an der Reihe, ich möchte wissen:

Hältst du alle Schritte für sinnvoll? Würdest du einen Punkt streichen oder hinzufügen?

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Bonus: Schreib ein Kommentar mit einer Aktie. Sobald das Video 100 Likes erreicht hat, analysiere ich die drei Aktien mit den Kommentaren!