Reich werden mit ETF-Sparplan: Mit 25 Euro im Monat?!

Feb 26, 2019 | Höllenpresse, teuflische Börsengedanken | 0 Kommentare

Liebe Finanzmenschen,

viele Banken werben mit Sparplänen ab 25 Euro im Monat.

Du wirst dir vielleicht denken: »Was soll das groß bringen? Sind ja nur 25 Euro. Paar Bierle und eine Pizza am Abend mit Freunden!« Ich sage aber: 25 Euro im Monat können zu 26.825 Euro werden.

Wie das geht, erkläre ich dir in diesem Beitrag!

Schau dir den Artikel als teuflisch gutes YouTube-Video an:

»Aber Luzifer, für 26.825 Euro müsste ich 1.073 Monate jeweils 25 Euro sparen. Das sind 89 Jahre und 5 Monate. Bis dahin bin ich schon längst in der Finanzhölle!«

Ja, da hast du absolut recht. Aber nur, wenn du dein Geld auf dem Sparbuch anlegst.

Denn da zahlen die meisten Banken stolze 0,01 % Zinsen.

Sparbuch

Für 100.000 Euro erhältst du im Sparbuch nach einem Jahr wahnsinnige 10 Euro an Zinsen. Doch in diesem Beitrag geht es um eine Sparsumme von 25 Euro im Monat und das ganz ohne Startkapital!

Ganz kurz am Rande, ich habe am Schluss einen teuflisch guten Tipp für dich. Also es lohnt sich, den Beitrag bis zum Ende zu lesen!

Also, wie kommen wir auf die 26.825 Euro?

Ganz einfach und zwar mit zwei Bausteinen:

  1. höhere Zinsen
  2. Zeit

Wie erzielst du höhere Zinsen?

Die Lösung ist sehr einfach. Du legst dein Geld nicht im Sparbuch an. Ich kenne sonst kaum eine schlechtere Anlageform. Na gut, Lotto-Scheine sind noch schlimmer.

An denen verdient nur der Staat und die Lotteriegesellschaft.

ETFs auf Indizes sind die bessere Lösung. Aber hoppla, eventuell denkst du nun: »Luzifer, du hast doch gerade von einer einfachen Lösung gesprochen. Und jetzt kommst du mit Begriffen wie ETFs und Indizes daher.« Ich weiß, ich weiß. Schalte jetzt nicht weg, sondern lese weitere 66 Sekunden. Dann wirst du darüber lachen, wie einfach ETFs und Indizes wirklich sind.

Was ist ein Index?

Zuerst einmal: Ein Index bezeichnet eine Datenbank.

Wir könnten die 18 Vereine der Bundesliga heranziehen und daraus den Bundesliga-Index bilden. Dieser Index würde dann ganz einfach aus 18 Vereinen bestehen.

Bundesliga-Index

Jedes Jahr müssten wir den Index anpassen, da es Auf- und Absteiger in der Bundesliga gibt.

An der echten Börse gibt es den DAX.

DAX Index

Das ist der deutsche Aktienindex. Dieser Index besteht aus den 30 größten Unternehmen aus Deutschland. Dazu zählen Betriebe wie Adidas, Allianz, Daimler oder Volkswagen.

Also Firmen, die dir tagtäglich begegnen.

Und wie bei unserem fiktiven Bundesliga-Index gibt es auch beim DAX Auf- und Absteiger. Läuft es bei einer Firma wirtschaftlich schlecht, wird sie durch ein besseres Unternehmen ersetzt.

Solche Indizes gibt es auf der ganzen Welt.

S&P500 ETF Sparplan

In den USA ist z. Bsp. der S&P 500 sehr beliebt. Dieser Index enthält 500 starke US-Unternehmen wie Apple, Amazon, eBay, Facebook und Nike.

Was ist ein ETF?

Du weißt nun, was ein Index ist.

Aber irgendwie musst du darin investieren. Du könntest theoretisch alle 30 DAX-Aktien kaufen. Der Aufwand wäre jedoch viel zu groß, ganz zu schweigen von den höllischen Kaufgebühren. Und hier kommen ETFs ins Spiel. »Uff, Luzifer, machs bitte nicht zu kompliziert!« Keine Sorge, mein Blog steht für teuflisch gut erklärte Finanzen.

ETFs sind Exchange Traded Funds. Das sind passive Fonds, die einen Index 1:1 nachbilden.

Bitte was?

Denk an deine Schulzeit zurück. Der Lehrer hat vorne etwas an die Tafel geschrieben und du hast es fleißig ins Heft übertragen. Somit ist der Lehrer der Index. Und du hast seine Inhalte 1:1 in dein Heft übertragen, was dich zum passiven ETF macht. Passiv deshalb, weil du den Tafelaufschrieb genau so, wie er vorne dranstand, ins Heft geschrieben hast. Und echte ETFs kopieren die Entwicklung eines Index stur 1:1.

DAX ETF Sparplan 25 Euro Vergleich

Du musst nur einen ETF kaufen, um den kompletten DAX nachzubilden. Damit sparst du dir die Orderkosten von 30 Einzelaktien. Irgendwo musst du die ETFs auch lagern. Ich habe viele Depots ausprobiert, getestet und die Konditionen verglichen.

Hier ist mein Testsieger, den ich auch selber für ETF-Sparpläne nutze:

Warum ist die Zeit wichtig?

Kommen wir zum zweiten Baustein, nämlich der Zeit.

Schauen wir uns einmal den DAX an.

Der Kurs ging in den letzten 5 Jahren auf und ab. »Luzifer, das ist mir viel zu stressig! Wie soll ich da den richtigen Einstieg erwischen?« Ich möchte dir etwas verraten, was dir dein Bankberater womöglich verheimlicht.

Der Einstieg spielt keine Rolle, wenn du langfristig investierst.

Du möchtest einen Beweis? Kein Problem, ich habe dir sogar zwei Beweise!

Hier siehst du den langfristigen DAX-Chart seit 1988:

Mal geht es hoch und dann wieder runter. Aber generell steigen die Kurse langfristig an.

Warum ist das so?

Na weil die deutsche Wirtschaft wächst. Deutsche Unternehmen wie Daimler sind international angesehen.

Aber was genau meine ich mit langfristig?

Dafür sehen wir uns das Renditedreieck vom DAX an.

Das Deutsche Aktieninstitut bringt jährlich ein neues Renditedreieck heraus. Das DAI hat selber ein Beispiel eingezeichnet, ich habe es für dich ein wenig deutlicher gemacht.

Wenn du von 1990 bis 2010 monatlich investiert hättest, läge deine jährliche Rendite bei 6,8 %. Das hört sich deutlich besser als die 0,01 % vom Sparbuch an, nicht wahr?

Aber nun kommt der Hammer: Wenn du 30 Jahre oder länger investiert hättest, läge deine monatliche Rendite bei mindestens 6,5 %. Und dafür hättest du richtig Pech haben müssen, wenn du dir die anderen Zahlen anschaust.

Die durchschnittliche DAX-Rendite liegt bei über 8 %. Ich bin aber vom historischen Worst-Case-Szenario ausgegangen. Es ist übrigens gut möglich, dass du auch mit kürzeren Anlagezeiträumen wie 20 Jahren über 7 % erzielst.

Aber das Schaubild zeigt eine deutliche Tendenz: Je länger du investiert bist, desto geringer das Risiko. Natürlich gibt es keine Garantie, dass sich diese Entwicklung wiederholt, aber es ist sehr wahrscheinlich.

Wir sprechen hier von einem historischen Modell, das auf 50 Jahren und starken Unternehmen aus unserem Alltag basiert.

Und was ist mit den 26.825 Euro?

Ich bin von einem Anlagezeitraum von 30 Jahren ausgegangen. Außerdem habe ich die historisch schlechteste Rendite von 6,5 % gewählt. Die monatliche Sparrate liegt bei 25 Euro. Und hier siehst du das teuflisch gute Ergebnis:

Die 26.825 Euro sind sehr konservativ. Wie erwähnt, habe ich für dich die historisch schlechteste Rendite genommen. Es ist aber deutlich wahrscheinlicher, dass du um die 8 % herum erzielt hättest. Was glaubst du, kommt bei einer Jahresrendite von 8 % heraus? Vielleicht 28.000 oder 29.000 Euro?

30 Jahre ETF Sparplan 25 Euro DAX normal

Nein, es sind erstaunliche 35.450 Euro! Und das mit nur 25 Euro im Monat.

Ich habe dir am Anfang einen tollen Tipp versprochen und hier kommt er. Vorher habe ich ja nur den DAX und den S&P 500 erwähnt. Es gibt aber viele weitere spannende Indizes.

Also das sind meine Favoriten. Ich muss noch kurz einfügen, dass das natürlich keine Anlageberatung ist:

  • DAX
  • S&P 500
  • NASDAQ 100 (100 Nicht-Finanzunternehmen wie Microsoft, Tesla und Netflix)
  • MSCI World (über 1.620 Firmen aus 23 Industriestaaten)
  • MSCI Emerging Markets (mehr als 1.120 Unternehmen aus 24 Schwellenmärkten wie Indien, China oder Brasilien)
  • Euro Stoxx 50 (50 größte Aktien der Eurozone)

Es gibt auch ETFs wie Rise of the Robots, der Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz enthält. Das ist aber viel zu kompliziert und sehr spekulativ. Da musst du den ETF genau unter die Lupe nehmen. Wer langfristig investieren will, trifft meiner Meinung nach mit bewährten Indizes wie dem S&P 500 oder dem DAX eine professionelle und sichere Wahl.

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Mich interessiert höllisch brennend:

Was hältst du von ETF-Sparplänen ab 25 Euro? Würdest du in so ein Produkt investieren oder findest du das nach wie vor nicht lukrativ? Lass einfach einen Kommentar da! 

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